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Montag, 21. Februar 2011
Nachtgold Spezial: Debil
Den Blog mit dem sonderbaren Namen "Zwischen Nachtgold und Nachtsprung" habe ich ganz oben auf meiner Liste der Graffiti-Blogs. Klar bieten andere Blogs umfassende News, berichten über jede noch so popelige Ausstellung und man kann immer wieder etwas herausziehen, was einen persönlich interessiert... aber, wenn sich jemand mit nur einem Thema auseinander setzt, und das auch noch mit so schönem Bildmaterial ist das mindestens genau so viel Wert!
Mir selbst ist Debil's Allgegenwärtigkeit im Pott auch schon aufgefallen. Zu Recht erscheint nun endlich ein Bericht über diesen Typen. Eine schöne Auswahl an Bildern findet sich auch Blog. Auf zum Nachtgold, hier entlang!
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Sonntag, 19. Dezember 2010
3 Graffiti Blogs
Für alle Graffiti-Fans und solche, die sich gerne bunten Lack anschauen hab ich eine kleine Auswahl aus meinen Lieblings Graffiti Blogs zusammengestellt. Die Jungs von BigChill hatte ich euch ja schon empfohlen, deswegen sind sie hier jetzt nicht mehr dabei.
- Den Anfang macht der iLoveGraffiti Blog, welcher schon mehr ein Onlinemagazin darstellt und wohl eine der bekanntesten deutschen Graffitiseiten ist. Zahlreiche internationale Autoren, umfangreiche Berichte, mehrere verschiedene feste Kategorien, wie zB "Top10" oder "5 Minutes" erfreuen die treuen Leser und sprechen für die Qualität der Seite. Täglich wird das neuste aus der Welt des Graffiti zusammengetragen. Super finde ich auch, dass sich die Betreiber der Seite entschieden haben ihre Kommentarfunktion zu schließen. Grund dafür ist die Kommentarflut von Idioten, wie ich sie schon in meinem Taps & Moses Artikel erwähnt hatte.
![]() |
| Gewinner des Contests "Surf the City" auf iLoveGraffiti.de |
Hier gehts zu http://ilovegraffiti.de/
- Als nächstes möchte ich euch Waldis Blog vorstellen. Nein, nicht von unserem Waldi, sondern dem berliner Waldi. Auf der Plattform Streetfiles.org hat dieser einen der prallsten Accounts und die Community mit seinen Fotos bereichert. Wohnhaft irgendwo in Berlin, stammen seine Fotos auch hauptsächlich, wenn nicht sogar ausschließlich (wer hat bei so vielen Fotos schon einen Durchblick), aus seiner Heimatstadt. Seine gesammelten Fundstücke haben dabei immer gute Qualität und beim Besuch seines Blogs hat man hat den Eindruck, man würde durch Berlin laufen. Jedes Tag, jedes Throw Up, U- oder S-Bahnen, alles was ihm vor die Linse kommt. Ein Fulltime Spotter? Vielleicht. Zumindest einer, der mit Herz dabei ist.
Hier geht's zu Waldis Fotoblog: http://photowaldi.blogspot.com/
- Schließlich noch eine Seite, die sich mit Gütergraffiti beschäftigt. Ich hatte ja schonmal auf diese Szene aufmerksam gemacht, der Blog mit dem poetischen Namen "Zwischen Nachtgold und Nachtsprung" gehört zu einem Bencher (Bezeichnung für einen Spotter, welcher am Bahnhof abhängt) im Ruhrgebiet. Ich mag seinen Blog, weil auch hier die Fotos eine gute Qualität und manchmal schon romantischen Flair haben. Ebenfalls freut mich die Regelmäßigkeit der Posts.
Sprung zum "Zwischen Nachtgold und Nachtsprung" Blog: http://nachtgold.tumblr.com/
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Dienstag, 23. November 2010
Ach du liebe Güter!
Ende des 19.Jahrhunderts zogen in Amerika bereits Wanderarbeiter umher und nutzen bevorzugt Güterzüge als Fortbewegungsmittel. Die Herkunft des Wortes Hobo konnte ich nicht eindeutig recherchieren, es steht jedoch im allgemeinen (amerikanischen) Sprachgebrauch für eine (obdachlose) Person, welche mittels Güterverkehr durch die Welt reist. Mitlerweile gibt es in den USA eine Szene, die diese Art der Fortbewegung zum Abenteuer-Trip umfunktioniert. Entsprechende Videos kann man bei YouTube finden.
Wer sich jetzt fragt, worauf ich denn nun hinaus will: es geht um Graffiti, Hobo-Graffiti. Schon damals haben viele der Landstreicher ihre Kürzel hinterlassen, in und auf Güterwaggons. In der Graffitiszene ist das Sprühen auf Züge des Personenverkehrs etabliert. Doch auch auf Güterzügen gab es schon lange Graffiti und es werden immer mehr. Gerade in industriellen Ballungsgebieten wie dem Ruhrpott, wo Unmengen an Gütern über die Schienen transportiert werden, floriert das Besprühen der Waggons.
Was ist der Unterschied zwischen einem besprühten Güter- und einem besprühten Personenwagon? Fakt ist, dass die deutsche Bahn und die meisten Privatbahnen so schnell wie möglich ihre besprühten Wagons reinigen. Im Güterverkehr scheint es den meisten Unternehmen egal zu sein, in welcher äußeren Erscheinung sich die Waggons durch die Landschaft bewegen. Wichtig für einen reibungslosen Ablauf in der Güterüberfuhr ist jedoch , dass die Sonderbeschriftungen der Waggons lesbar sind. Werden diese übersprüht, so werden die betroffenen Stellen (manchmal der ganze Wagon) übergestrichen. Jetzt mag man doch denken, dass es für einen Sprüher viel lohnender ist einen Güterwagon anzumalen, da so sein Werk eventuell länger als ein paar Stunden oder Tage unterwegs ist. Für die meisten Sprüher ist der Personenverkehr jedoch interessanter. Mehr Menschen sehen ihre Werke, die Strecken führen durch die Stadt und es ist etwas besonderes, weil es eher selten vor kommt. Dadurch, dass die Züge von Sicherheitsfirmen bewacht wird, auch aufregender, weil es gilt eine Lücke im System zu finden.
Unter extremen Bedingungen etwas möglichst Schönes, Buntes und Großes zu schaffen ist eine größere Herausforderung. Die Motivationen bei Graffiti-Sprühern sind natürlich unterschiedlich, daher kann diese Aussage nicht auf jeden zutreffen. Alle vereint aber der Wunsch, seinen Namen zu verbreiten, zu zeigen, dass man da war. Wie damals die Hobos eben.
Ich möchte euch im Rahmen dieses Posts die Sprühergruppe "Hobos" vorstellen. Eine Gemeinschaft von Sprühern aus dem Ruhr- und Rheinland. Sie haben es auf die Güterzüge abgesehn und weisen bereits eine riesige Anzahl an abgefahrenen Panels in verschiedenen, meist außergewöhnlichen Stilen gesprühten Bildern vor. Bilder der Gruppe fahren besonders in ihrem Revier herum, wurden jedoch auch schon in andern Bundesländern und benachbarten Ländern wie der Schweiz, Holland oder Polen gespottet.
Hier eine kleine Auswahl von schönen bunten Bildern der Crew:
Mit der wachsenden Güterzugsprühergemeinde wächst auch die Spottergemeinde, welche die Bilder auf den Güterzügen dokumentiert. In Blogs und Foren werden die Fotos dann gepostet und der eine oder andere Sprüher kann so den Weg, den sein Bild nimmt, ansatzweise verfolgen. Der Blog Güterzug hat sogar ein kleines gleichnamiges Magazin mit der mitlerweile dritten Ausgabe am Start. Unten kündigt sich auch das Freightmag mit einem Graffitifilm über Güterzugfarbkunst an.
Wer sich jetzt fragt, worauf ich denn nun hinaus will: es geht um Graffiti, Hobo-Graffiti. Schon damals haben viele der Landstreicher ihre Kürzel hinterlassen, in und auf Güterwaggons. In der Graffitiszene ist das Sprühen auf Züge des Personenverkehrs etabliert. Doch auch auf Güterzügen gab es schon lange Graffiti und es werden immer mehr. Gerade in industriellen Ballungsgebieten wie dem Ruhrpott, wo Unmengen an Gütern über die Schienen transportiert werden, floriert das Besprühen der Waggons.
Was ist der Unterschied zwischen einem besprühten Güter- und einem besprühten Personenwagon? Fakt ist, dass die deutsche Bahn und die meisten Privatbahnen so schnell wie möglich ihre besprühten Wagons reinigen. Im Güterverkehr scheint es den meisten Unternehmen egal zu sein, in welcher äußeren Erscheinung sich die Waggons durch die Landschaft bewegen. Wichtig für einen reibungslosen Ablauf in der Güterüberfuhr ist jedoch , dass die Sonderbeschriftungen der Waggons lesbar sind. Werden diese übersprüht, so werden die betroffenen Stellen (manchmal der ganze Wagon) übergestrichen. Jetzt mag man doch denken, dass es für einen Sprüher viel lohnender ist einen Güterwagon anzumalen, da so sein Werk eventuell länger als ein paar Stunden oder Tage unterwegs ist. Für die meisten Sprüher ist der Personenverkehr jedoch interessanter. Mehr Menschen sehen ihre Werke, die Strecken führen durch die Stadt und es ist etwas besonderes, weil es eher selten vor kommt. Dadurch, dass die Züge von Sicherheitsfirmen bewacht wird, auch aufregender, weil es gilt eine Lücke im System zu finden.
Unter extremen Bedingungen etwas möglichst Schönes, Buntes und Großes zu schaffen ist eine größere Herausforderung. Die Motivationen bei Graffiti-Sprühern sind natürlich unterschiedlich, daher kann diese Aussage nicht auf jeden zutreffen. Alle vereint aber der Wunsch, seinen Namen zu verbreiten, zu zeigen, dass man da war. Wie damals die Hobos eben.
Ich möchte euch im Rahmen dieses Posts die Sprühergruppe "Hobos" vorstellen. Eine Gemeinschaft von Sprühern aus dem Ruhr- und Rheinland. Sie haben es auf die Güterzüge abgesehn und weisen bereits eine riesige Anzahl an abgefahrenen Panels in verschiedenen, meist außergewöhnlichen Stilen gesprühten Bildern vor. Bilder der Gruppe fahren besonders in ihrem Revier herum, wurden jedoch auch schon in andern Bundesländern und benachbarten Ländern wie der Schweiz, Holland oder Polen gespottet.
Hier eine kleine Auswahl von schönen bunten Bildern der Crew:
Mit der wachsenden Güterzugsprühergemeinde wächst auch die Spottergemeinde, welche die Bilder auf den Güterzügen dokumentiert. In Blogs und Foren werden die Fotos dann gepostet und der eine oder andere Sprüher kann so den Weg, den sein Bild nimmt, ansatzweise verfolgen. Der Blog Güterzug hat sogar ein kleines gleichnamiges Magazin mit der mitlerweile dritten Ausgabe am Start. Unten kündigt sich auch das Freightmag mit einem Graffitifilm über Güterzugfarbkunst an.
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